Artist-in-Residence-Stipendium der Kunstministerin des Freistaates Sachsen


Die CYNETART-Jury vergibt das Stipendium des SĂ€chsischen Staatsministeriums fĂŒr Wissenschaft und Kunst in Kooperation mit der Landeshauptstadt Dresden. Außer der Haupt-Kandidatin/dem Haupt-Kandidaten macht sie hierfĂŒr noch zwei ErsatzvorschlĂ€ge. FĂŒr das Stipendium in Frage kommen jĂŒngere KĂŒnstlerInnen mit Lebensmittelpunkt in Deutschland und ggf. auch deutsche, im Ausland lebende KĂŒnstlerInnen. Die Bewerberinnen und Bewerber fĂŒr den CYNETART-Preis werden bei der Wahl mit einbezogen. Das Stipendium soll KĂŒnstlerInnen fĂŒr eine begrenzte Zeit erlauben, sich möglichst unbelastet der eigenen kĂŒnstlerischen Arbeit widmen zu können. Der Arbeitsschwerpunkt des KĂŒnstlers oder der KĂŒnstlerin soll in interdisziplinĂ€ren Projekten, insbesondere im Bereich realtime processing liegen. Bei der Wahl spielen bisherige Arbeitsweise und Projekte eine Rolle. Die Dauer des Aufenthalts in Dresden erfolgt nach Absprache, jedoch maximal sechs Monate. Der Stipendiat oder die Stipendiatin erhĂ€lt monatlich 1.000,00 Euro sowie gegebenenfalls Mehraufwendungen. Bei Bedarf wird eine Unterkunft zur VerfĂŒgung gestellt. Die Arbeitsmöglichkeiten erfolgen in Absprache mit der Trans-Media-Akademie Hellerau. KĂŒnstlerInnen können sich im Rahmen der CYNETART Wettbewerbsausschreibung mit ihren schon realisierten Arbeiten bei der TMA Hellerau fĂŒr das Artist in Residence-Stipendium der Kunstministerin des Freistaates Sachsen bewerben.

Artist-in-Residence-Stipendium der Kunstministerin 2009

Vera-Maria Glahn und Marcus Wendt - »Interim Camp«

Schlechte Sicht; Wetter noch immer unbestĂ€ndig. Surreale Felsen und zerklĂŒftete Ebenen, TĂ€ler nebelverhangen. BeĂ€ngstigende Tiefe, und Leere. Die Luft ist merklich dĂŒnner. Was sucht man bloß in dieser unwirtlichen Gegend?
Interim Camp ist eine Meditation ĂŒber das Streben nach einem Ziel; ĂŒber die Hindernisse, MĂŒhen und RĂŒckschlĂ€ge auf dem Weg.
Wir sind auf einer Expedition durch abstrakte, surreal farbige Berglandschaften aus Eis und Fels. Die Topografie und ihre OberflĂ€chen sind in stĂ€ndiger Transformation. Die morphenden Landschaften wurden in einer eigens entwickelten Software als skalare Höhenkarten generiert, die anschließend als 3-dimensionales GelĂ€nde aufgefaltet wurden.
Nach der Preview bei der CYNETart 2008 wurde die finale Version des Films zur CYNETART 2009 gezeigt.
Mehr Informationen ĂŒber den generativen Prozess unter: http://www.field.io/project/interim-camp

Artist-in-Residence-Stipendium der Kunstministerin 2007

Friedrich Kirschner

Friedrich KirschnerDer Stipendiat Friedrich Kirschner wird im Rahmen des Artist in Residence der TMA eine einfach zu bedienende visuelle Schnittstelle auf Basis der Game-Engine Unreal Tournament 2004 herstellen, die von KĂŒnstlern und Programmierern gleichermaßen genutzt und erweitert werden kann. Durch verschiedene Module können so beispielsweise Bewegungen in Echtzeit visualisiert werden.

Friedrich Kirschner ist Filmemacher, visueller Gestalter und Board Mitglied der Academy of Machinima Arts and Sciences und lebt in Deutschland. Er nutzt Computerspiele als Grundlage fĂŒr animierte Kurzfilme und interaktive Installationen.
Seine Arbeit ist auf zahlreichen internationalen Animations-Festivals und Ausstellungen vertreten, unter anderem im ZKM Karlsruhe, dem American Museum of the Moving Image in New York, dem
Ottawa International Animation Festival und der Seoul Media Art Biennale. Des Weiteren publiziert er »Machinimag« (http://www.machinimag.com/), ein Online Magazin das sich mit dem PhÀnomen Machinima auseinandersetzt.

Friedrich Kirschner: http://www.zeitbrand.de/

Artist-in-Residence-Stipendium des Kunstministers 2005

Matthias HĂ€rtig [DS-X.org] - »Image – controlled sound nanospheres«

in Zusammenarbeit mit DS-X.org und dem Max-Planck-Institut fĂŒr molekulare Zellbiologie und Genetik Dresden.
nanospheres still 2»Image – controlled sound nanospheres« widmet sich der Sichtbarmachung und Manipulation zellulĂ€rer Strukturen in der Nano-Welt. DS-X.org spielt mit den Parametern des Sounds und Bildes auf eine Ă€hnliche Weise wie die Wissenschaftler am
MPI CBG Dresden. Mit dem Druck zur Veranschaulichung der zu untersuchenden PhĂ€nomene, entwickeln Ingenieure immer wieder neue Technologien der Sichtbarmachung ihrer UntersuchungsgegenstĂ€nde. Die kĂŒnstliche Konstruktion, der artifizielle Charakter dieser Bilder der Wissenschaft lĂ€sst diese ganz tief in das Feld der Kunst eindringen. DS-X.org benutzt dieses bereits aufgenommene Material und interpretiert es neu, bzw. stellt neue Formen seiner Wahrnehmung bereit und thematisiert damit den bild- und klanggebenden Transferprozess an sich.

nanospheres stillDie selbstgebauten Software-Patches erlauben das Material neu zu kombinieren, ihren zeitlichen Ablauf zu verĂ€ndern und die Prozesse in der Nano-Welt als eine neue audiovisuelle Komposition zu prĂ€sentieren. Somit liefert das MPI CBG einzigartiges Material fĂŒr die Erschaffung neuer Klang- und BildrĂ€ume, die uns gleichzeitig auch eine Ebene nĂ€her bringen, die auch unseren Körper betreffen.