Satzung des Vereins Trans-Media-Akademie Hellerau e.V.



§ 1 Zweck des Vereins

1. Der Zweck des Vereins besteht in der Förderung von Kunst und Kultur, des internationalen KĂŒnstler- und Wissenschaftleraustausches im Sinne der VölkerverstĂ€ndigung sowie der Entfaltung von Medienkompetenz und dem kreativen Umgang mit neuen Medien. Der Verein ĂŒbernimmt Aufgaben des öffentlichen Interesses inklusive der kommunalen Medien- und Kulturpolitik.

2. Der Verein Trans-Media-Akademie Hellerau e.V. mit Sitz in Dresden verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnĂŒtzige Zwecke im Sinne des Abschnitts "SteuerbegĂŒnstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

3. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch:

a) die DurchfĂŒhrung von internationalen kĂŒnstlerischen Ausstellungen, Symposien und anderen Veranstaltungen zur Beförderung einer interdisziplinĂ€ren und kreativen Nutzung der neuen Medien in den verschiedenen KĂŒnsten. Dies wird ggf. realisiert durch die Übernahme des Internationalen Festivals fĂŒr computergestĂŒtzte Kunst CYNETart.

b) die DurchfĂŒhrung von Seminaren und Workshops zur Erweiterung der Medienkompetenz von KĂŒnstlern, Studenten, Jugendlichen und anderen Bevölkerungsschichten im Sinne einer erweiterten FĂ€higkeits- und Bewusstseinsentwicklung.

c) Schaffung eines kooperativen nationalen und internationalen Netzwerkes zur Erprobung und Realisierung innovativer Potentiale der kĂŒnstlerischen und sozial-kulturellen Mediennutzung unter dem Aspekt des VerhĂ€ltnisses von menschlichem Körper und kybernetischer Datenverarbeitung.

d) Aufbau eines Medienkunstlabors als personelle und technische Grundlage zur Realisierung von experimenteller Medienkulturarbeit sowie zur Nutzung von Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen.

e) Besorgung und Vergabe von Förderstipendien sowie Besorgung von Sponsormitteln zur Realisierung der Zweckbestimmung des Vereins.

f) Der Verein leistet einen Beitrag zum kulturellen Wiederaufbau des Festspielensembles Dresden Hellerau und pflegt kooperative Beziehung zu den dort ansÀssigen Institutionen;

g) Der Verein ist bestrebt, Ziele der Medienkulturpolitik der Landeshauptstadt Dresden im Sinne einer dienstleistenden Partnerschaft umzusetzen.

h) Die Ziele und der Zweck der Trans-Media-Akademie Hellerau sind in einem besonderen, auf der VereinsgrĂŒndungsversammlung bestĂ€tigten Konzept detailliert beschrieben.

§ 2 Name und Sitz

1. Der Verein fĂŒhrt den Namen „Trans-Media-Akademie Hellerau“ (abgekĂŒrzt: TMA).

2. Der Verein hat seinen Sitz in Dresden.

§ 3 Eintragung in das Vereinsregister

1. Der Verein soll in das Vereinsregister eingetragen werden.

2. Er fĂŒhrt nach Eintragung in das Vereinsregister den Namenszusatz „eingetragener Verein“ in der abgekĂŒrzten
Form „e. V.“.

§ 4 VereinstÀtigkeit

Der Verein ist selbstlos tÀtig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

§ 5 Eintritt der Mitglieder

1. Mitglied des Vereins kann jede voll geschĂ€ftsfĂ€hige natĂŒrliche oder juristische Person werden.

2. Die Mitgliedschaft entsteht durch Eintritt in den Verein.

3. Die BeitrittserklÀrung ist schriftlich dem Vorstand vorzulegen.

4. Über die Aufnahme entscheidet mehrheitlich die Mitgliederversammlung. Der Eintritt wird mit AushĂ€ndigung einer schriftlichen AufnahmeerklĂ€rung wirksam.

5. Die Ablehnung der Aufnahme durch die Mitgliederversammlung ist nicht anfechtbar.

6. Ein Aufnahmeanspruch besteht nicht.

§ 6 Austritt der Mitglieder

1. Die Mitglieder sind zum Austritt aus dem Verein berechtigt.

2. Der Austritt ist unter Einhaltung einer KĂŒndigungsfrist von vier Wochen nur zum Schluss eines Kalenderhalbjahres zulĂ€ssig.

3. Der Austritt ist dem Vorstand schriftlich zu erklĂ€ren. Zur Einhaltung der KĂŒndigungsfrist (Absatz 2) ist rechtzeitiger Zugang der AustrittserklĂ€rung an ein Mitglied des Vorstands erforderlich.

§ 7 Ausschluss der Mitglieder

1. Die Mitgliedschaft endet außerdem durch Ausschluss.

2. Der Ausschluss aus dem Verein ist nur bei wichtigem Grund zulÀssig.

3. ĂŒber den Ausschluss entscheidet auf Antrag des Vorstands die Mitgliedsversammlung.

4. Der Vorstand hat seinen Antrag dem auszuschließenden Mitglied mindestens zwei Wochen vor der Versammlung schriftlich mitzuteilen.

5. Eine schriftlich eingehende Stellungnahme des Mitglieds ist in der ĂŒber den Ausschluss entscheidenden Versammlung zu verlesen.

6. Der Ausschluss eines Mitglieds wird sofort mit der Beschlussfassung wirksam.

7. Der Ausschluss soll dem Mitglied, wenn es bei Beschlussfassung nicht anwesend war, durch den Vorstand unverzĂŒglich eingeschrieben bekannt gemacht werden.

§ 8 Streichung der Mitgliedschaft

1. Ein Mitglied scheidet außerdem mit Streichung der Mitgliedschaft aus dem Verein aus.

2. Die Streichung der Mitgliedschaft kann erfolgen, wenn das Mitglied sich ĂŒber lĂ€ngere Zeit nicht am Vereinsleben beteiligt oder dem Vereinszweck entgegengesetzt nach innen und außen handelt. Eine bevorstehende Streichung der Mitgliedschaft muss durch den Vorstand dem betroffenen Mitglied rechtzeitig mit Hinweis auf die Möglichkeit einer mĂŒndlichen oder schriftlichen ErklĂ€rung oder Richtigstellung mitgeteilt werden.

3. Die Streichung der Mitgliedschaft erfolgt durch Beschluss des Vorstandes.

§ 9 Mitgliedsbeitrag

1. Es ist ein Mitgliedsbeitrag zu leisten.

2. Seine Höhe bestimmt die Mitgliederversammlung.

3. Der Jahresbeitrag ist bis 30. Juli des jeweiligen GeschÀftsjahres zu entrichten.

4. Eine AufnahmegebĂŒhr wird nicht erhoben.

§ 10 Organe des Vereins

1. Organe des Vereins sind
a) der Vorstand (§ 11 und § 12 der Satzung)
b) die Mitgliederversammlung (§§ 13 bis 17 der Satzung)

§ 11 Vorstand

1. Der Vorstand (§ 26 BGB) besteht aus dem 1. Vorsitzenden, seinem Stellvertreter, dem SchriftfĂŒhrer, dem Schatzmeister und bis zu drei Beisitzern.

2. Je zwei Vorstandsmitglieder vertreten gemeinsam.

3. Der Vorstand wird durch Beschluss der Mitgliederversammlung auf die Dauer von 2 Jahren bestellt. Er bleibt bis zur satzungsgemĂ€ĂŸen Bestellung des nĂ€chsten Vorstands im Amt. Scheidet ein Vorstandsmitglied vorzeitig aus, so wĂ€hlt der verbleibende Vorstand kommissarisch ein Ersatzmitglied bis zur nĂ€chsten Mitgliederversammlung, in der dann die Nachwahl stattzufinden hat.

4. Das Amt eines Mitglieds des Vorstands endet mit seinem Ausscheiden aus dem Verein.

5. Verschiedene VorstandsÀmter können nicht in einer Person vereinigt werden.

6. Der Vorstand ist gegenĂŒber der Mitgliederversammlung rechenschaftspflichtig.

§ 12 BeschrÀnkung der Vertretungsmacht des Vorstands

1. Die Vertretungsmacht des Vorstands ist mit Wirkung gegen Dritte in der Weise beschrĂ€nkt (§ 26 Abs. 2 Satz 2 BGB), dass zum Erwerb oder Verkauf, zur Belastung und zu allen sonstigen VerfĂŒgungen ĂŒber GrundstĂŒcke (und grundstĂŒcksgleichen Rechte) sowie außerdem zur Aufnahme eines Kredits von mehr als 1.000 (m. W.: eintausend) € die Zustimmung der Mitgliederversammlung erforderlich ist.

§ 13 Berufung der Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung ist zu berufen:

1. Wenn es das Interesse des Vereins erfordert,

2. jedoch mindestens einmal jÀhrlich, möglichst in den ersten drei Monaten des Kalenderjahres.

3. Bei Ausscheiden eines Mitglieds des Vorstands binnen 3 Monaten.

4. In dem Jahr, in dem keine Vorstandswahl stattfindet, hat der Vorstand der nach Abs. 1 bzw. 2 berufenen Versammlung einen TĂ€tigkeitsbericht vorzulegen und die Versammlung ĂŒber die Entlastung des Vorstands Beschluss zu fassen.

§ 14 Form der Berufung

1. Die Mitgliederversammlung ist vom Vorstand schriftlich unter Einhaltung einer Frist von 2 Wochen zu berufen.

2. Die Berufung der Versammlung muss den Gegenstand der Beschlussfassung (= die Tagesordnung) bezeichnen.

3. Die Frist beginnt mit dem Tag der Absendung der Einladung an die letzte bekannte Mitgliederanschrift.

§ 15 BeschlussfÀhigkeit

1. BeschlussfĂ€hig ist jede ordnungsgemĂ€ĂŸ berufene Mitgliederversammlung.

2. Zur Beschlussfassung ĂŒber die Auflösung des Vereins (§ 41 BGB) ist die Anwesenheit von zwei Dritteln der Vereinsmitglieder erforderlich.

3. Ist eine zur Beschlussfassung ĂŒber die Auflösung des Vereins einberufene Mitgliederversammlung nach Absatz 2 nicht beschlussfĂ€hig, so ist vor Ablauf von 4 Wochen seit dem Versammlungstag eine weitere Mitgliederversammlung mit derselben Tagesordnung einzuberufen. Die weitere Versammlung darf frĂŒhestens 2 Monate nach dem ersten Versammlungstag stattfinden, hat aber jedenfalls spĂ€tere 4 Monate nach diesem Zeitpunkt zu erfolgen.

4. Die Einladung zu der weiteren Versammlung hat einen Hinweis auf die erleichterte BeschlussfÀhigkeit (Absatz 5) zu enthalten.

5. Die neue Versammlung ist ohne RĂŒcksicht auf die Zahl der erschienenen Vereinsmitglieder beschlussfĂ€hig.

§ 16 Beschlussfassung

1. Es wird durch Handzeichen abgestimmt. Auf Antrag der einfachen Mehrheit der Anwesenden ist schriftlich und geheim abzustimmen.

2. Bei der Beschlussfassung entscheidet die einfache Mehrheit der erschienenen Mitglieder.

3. Zu einem Beschluss, der eine Änderung der Satzung enthĂ€lt, ist eine Mehrheit von drei Vierteln der erschienenen Mitglieder erforderlich.

4. Zur Änderung des Zwecks des Vereins (§ 2 der Satzung) ist die Zustimmung aller Mitglieder erforderlich; die Zustimmung der nicht erschienenen Mitglieder muss schriftlich erfolgen.

5. Zur Beschlussfassung ĂŒber die Auflösung des Vereins (§ 41 BGB) ist eine Mehrheit von vier FĂŒnfteln der erschienenen Mitglieder erforderlich.

§ 17 Beurkundung der VersammlungsbeschlĂŒsse

1. Über die in der Versammlung gefassten BeschlĂŒsse ist eine Niederschrift aufzunehmen.

2. Die Niederschrift ist von dem Vorsitzenden der Versammlung zu unterschreiben. Wenn mehrere Vorsitzende tÀtig waren, unterzeichnet der letzte Versammlungsleiter die ganze Niederschrift.

3. Jedes Vereinsmitglied ist berechtigt, die Niederschrift einzusehen.

§ 18 Finanzierung des Vereins

1. Der Verein finanziert seine TĂ€tigkeit durch:

a) Einnahmen aus dem TĂ€tigkeitsspektrum des Vereins, aus Lizenzvergaben und Tantiemen.
b) Öffentliche und private Mittelvergabe auf der Grundlage von AuftrĂ€gen.
c) Fördermittel nationaler und internationaler Institutionen.
d) Spenden und Sponsoring.
e) MitgliedsbeitrÀge.

2. Mittel des Vereins dĂŒrfen nur fĂŒr die satzungsmĂ€ĂŸigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins.

3. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig hohe VergĂŒtungen begĂŒnstigt werden.

§19 GeschÀftsjahr

GeschÀftsjahr ist das Kalenderjahr, beginnend ab 01.01.2002

§ 20 Auflösung des Vereins

1. Der Verein kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung (vgl. § 16 Abs. 5 der Satzung) aufgelöst werden.

2. Die Liquidation erfolgt durch den Vorstand (§ 11 der Satzung) gemĂ€ĂŸ § 47 bis 53 BGB.

3. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegĂŒnstigter Zwecke fĂ€llt das Vermögen des Vereins an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegĂŒnstigte Körperschaft zwecks Verwendung fĂŒr die Förderung von Kunst und Kultur. BeschlĂŒsse ĂŒber die kĂŒnftige Verwendung des Vermögens dĂŒrfen erst nach Einwilligung des Finanzamts ausgefĂŒhrt werden.



Dresden, den 8.07.2005

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