Trans-Media-Akademie Hellerau

Der gemeinnützige Verein Trans-Media-Akademie Hellerau e.V. (TMA) ist ein Institut fĂĽr integrale Wahrnehmungs- und Medienforschung. Im Dezember 2001 gegründet, fokussiert sich die TMA durch Eigenproduktionen und die Präsentation (medien-) künstlerischer Projekte (bspw. im Rahmen des CYNETART-Festivals) auf die Konsequenzen der Medientechnologie-Entwicklung fĂĽr das Selbst- und Weltbild vor allem aus künstlerischer Sicht.

Zum Weiterlesen: Nicolai, Klaus: Trans-Media-Akademie. Ein Institut fĂĽr integrale Wahrnehmungsforschung in Dresden. In: CYNETart 2001 Katalog, Dresden 2001, S. 170-183. Download Word-Datei

Die TMA ist deutschlandweit einzigartig in der künstlerischen Erforschung von (begehbaren) virtuellen Environments und die Auswirkungen auf die Körperwahrnehmung. Dabei werden Verbindungen zwischen künstlerischen, naturwissenschaftlichen, psychologischen, technischen, kybernetischen und kulturellen Aspekten der Medientechnologie-Entwicklung geknüpft.

Produktionen der TMA wurden bereits zum Ars Electronica Festival in Linz, zur WRO Biennale in Wroclaw, zum Dutch Electronic Art Festival (DEAF) in Rotterdam, am ICA London, dem enter-Festival in Prag, zum Festival fĂĽr modernen Tanz in Strasbourg, zum MUTEK Festival in MontrĂ©al, zum MUTEK.CL in Santiago de Chile, zum SOCO Festival in Montevideo sowie zum Pariser EXIT Festival präsentiert.

Bestandteile

  • ImTrans-Media-Labor (TML) zur Entwicklung, Erprobung und Anwendung von virtuellen Environments sowie fĂĽr audiovisuelle Projekte werden interaktive Räume hergestellt, die die Basis fĂĽr multimediale Performances, Tanzproduktionen und Installationen sowie fĂĽr Workshops bilden. Das TML ist aus dem Dresdner Innovationsfonds fĂĽr Kunst und Medientechnologie (DIF) hervorgegangen.

  • Das CYNETART-Festival findet seit 1997 jährlich statt und präsentiert Medienkunst-Projekte, die sich durch eine integrale VerknĂĽpfung von Kunst, Wissenschaft und Medientechnologien hervorheben. Die CYNETART ist deutschlandweit das fĂĽhrende Festival fĂĽr computergestĂĽtzte Performances sowie interaktive Installationen und Environments.

  • Der CYNETART-Wettbewerb findet alle zwei Jahre begleitend zum CYNETART-Festival statt. Von einer international bestzten Jury werden Medienkunst-Projekte ausgezeichnet, die digitale Technologien in den kĂĽnstlerischen Schaffensprozess vollständig einbinden. Mit insgesamt 25.000 Euro Preisgeld gehört der CYNETART-Preis zu den höchstdotierten Wettbewerben fĂĽr Medienkunst in Deutschland.

  • Die microscope session ist eine Veranstaltungsreihe fĂĽr elektronische Musik und VJ-Kultur, die im Jahre 2000 aus dem CYNETart-Festivals geboren wurde und nunmehr einmal jährlich im Rahmen der Tonlagen, dem Dresdner Festival der zeitgenössischen Musiken am Europäischen Zentrum der KĂĽnste Dresden stattfindet

  • Beim International Network Telematic Environments (INTELE) werden seit 2007 begehbare virtuelle Bild-Klang-Räume auf Basis von Camera-Motion-Sensing Systemen (z. B. EyeCon) entwickelt, die audiovisuelle Echt-Zeit-Interaktionen ĂĽber Ländergrenzen hinweg ermöglichen. Vorreiter war der 2003 auf der Prager StraĂźe etablierte Erste Virtuelle Platz der Weltkultur, der seine FortfĂĽhrung im so genannten Virtuellen Pavillon fand (2005-2008). Aktuell arbeitet die TMA mit drei weiteren europäischen Partnern am Projekt »European Tele-Plateaus – Transnationale Räume der Begegnung und Co-Produktion«.

  • Seit 2007 verfolgt der Verein die Idee einer netzgestĂĽtzten Diskussions- und Abstimmungsplattform. Das Virtuelle Parlament (VIPA) ist eng mit der Frage nach den Konsequenzen der Internetkommunikation fĂĽr eine ĂĽber die Stellvertreterdemokratie hinausreichende politische Partizipation verbunden und wurde am 11. August 2009 gnlässlich des 90. Jahrestages der Unterzeichnung der Weimarer Verfassung freigeschaltet.

  • Die transNATURALE wurde 2005 bis 2009 als Licht-Klang-Festival am Bärwalder See von der TMA Hellerau durchgefĂĽhrt und von der Gemeinde Boxberg/O.L. veranstaltet. Mit fast 20.000 Besuchern (2008) gehörte es zu den wichtigsten Kunstfestivals der Region.




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