»Walls are Tumbling Down«

Walls Are Tumbling Down: Interkulturelle Kantate als musikalischer Protest
Öffentliche Generalprobe
am 10.2.2025, um 20:00 Uhr
Kleines Haus, Staatsschauspiel Dresden; Glacisstr. 28, 01099 Dresden
Dauer: 40 Minuten
Eintritt: frei
Am 10. Februar 2025 präsentieren die international renommierten Künstler*innen Eunice Martins und Ibrahim Quraishi ihre eigens für Dresden komponierte und einstudierte Kantate »Walls Are Tumbling Down«. Diese interreligiöse, experimentelle Komposition wird um 20 Uhr im Staatsschauspiel Dresden uraufgeführt und ist eine künstlerische Antwort auf gesellschaftliche Missstände.
Die Kantate verbindet jüdische, arabische, west- und ostafrikanische Musiktraditionen und reflektiert Wagemut, Protest und Widerstand. Sie steht in der Tradition des Protestsongs und greift Themen wie Diskriminierung, Migration und Solidarität auf. Historische Bezüge verstärken die universelle Botschaft für Menschlichkeit und Zusammenhalt.
Walls Are Tumbling Down
eine Kantate als musikalischer Protest
"Wir sind Menschen, von denen viele glauben, dass wir nicht miteinander auskommen können. Doch gerade unsere Unterschiede machen uns stärker – wir musizieren gemeinsam, feiern diese Vielfalt und finden in ihr eine tiefe Freundschaft." I. Quraishi
Öffentliche Generalprobe
Am 10. Februar 2025 wird Dresden zum Zentrum eines besonderen künstlerischen Ereignisses: Eunice Martins und Ibrahim Quraishi setzen mit ihrer interkulturellen Kantate Walls Are Tumbling Down ein kraftvolles Zeichen gegen Ausgrenzung, Hass und Vorurteile. Inspiriert von der Geschichte des Falls von Jericho verschmelzen Schofar, Schlagwerk, Elektronik, Gesang und rebellische Klänge zu einer eindrucksvollen Botschaft – ein leidenschaftlicher Appell für Solidarität, Widerstand und Veränderung.
Temporäres Ensemble
Seit Juni 2024 arbeiten Martins und Quraishi nicht nur daran, ein temporäres Ensemble aus über 20 Musiker*innen zusammenzustellen, sondern sie haben auch in einem partizipativen Prozess die Kantate komponiert. Dieses Ensemble besteht mehrheitlich aus in Dresden lebenden Künstler*innen. Jüdische, muslimische, arabische, afrodeutsche und sächsische Stimmen vereinen sich mit Erzählungen in Hebräisch, Arabisch, Jiddisch und Deutsch. Dieses einzigartige Werk setzt ein klares Zeichen gegen Antisemitismus, Islamophobie und Rassismus.
Die Proben fanden an symbolträchtigen Orten statt, die die Herausforderungen marginalisierter Gruppen in Deutschland widerspiegeln. Die Generalprobe wird im Rahmen des Montagscafés des Staatsschauspiels Dresden präsentiert – einem transkulturellen Treffpunkt, der Migration und Kultur als lebendige Prozesse erlebbar macht. Hier wird die Kantate zum Dialog über gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur Feier dessen, was uns verbindet.
Komposition: Ibrahim Quraishi (/KE/US/FR/DE) / Eunice Martins (DE/BE/PT)
Konzeptentwicklung: Gabriel Smeets (NL)
Arrangeurin: Hiroyo Masumura (JP/AT)
Dirigentin: Sara Isabel Grajales Tamayo (CO/AT)
Raumgestaltung : Luka Murovec (DE/SI)
Interaktive Klangarchitekten: Steffen Armbruster, Uli Dziallas, USOMO.de
Video/Redaktion/Kamera: Andreas Ullrich (DE), Rubén González Escudero (ES/DE)
Video-Installation: Ibrahim Quraishi
Musiker*innen/Ensemble:
Yara Abou Fakher (SY/DE) - Violin, Diana Bikbaev (UA) - Viola, Danielle Akta (IL/DE) - Cello, Katrin Meingast (DE) - Violoncello, Avery Gosfield (US/IT) - Shofar, Flöte, Isabell Warm (DE) - Flöte, Elisabeth Becker (DE) - Oboe, Eduardo Mota (BR/DE) - Percussion, Georg Wieland Wagner (DE) - Marimbaphon, Vibraphon, Samuel Dietze (DE) - Schlagzeug, Shimon Friedberg (IL) - Shofar, David Limburger (IL) - Shofar, Dorothea Wagner (DE) - Sopran, Leon Gauning (DE) - Bariton, Komi Togbonou (DE/TG)- Sprecher, Khalid Abubakar (SO/LU) - Sprecher, Synagogalchor der Jüdischen Gemeinde zu Dresden und dem Jugendkammerchor der Singakademie Dresden unter der Leitung von Michael Käppler (DE).
Während der Probenzeit wurde durch die Musik die Carolabrücke zum Einsturz gebracht. Wie einst die Mauern von Jericho fiel die Brücke, als wolle sie auf die Kraft der Klänge reagieren. Ist es eine Mahnung? Vielleicht. Doch eines ist sicher: Die Kantate fordert dazu auf, falsche Brücken abzureißen – solche, die Intoleranz, Hass und Ungerechtigkeit tragen. Der Einsturz soll uns daran erinnern, dass es an der Zeit ist, neue, bessere Verbindungen zu schaffen, die Verständnis und Solidarität fördern. Die Brücke mag gefallen sein, doch die Botschaft bleibt: Gemeinsam können wir Mauern einreißen und die Welt verbinden.
»WALLS are Tumbling Down« ist ein Projekt von Ibrahim Quraishi und Eunice Martins, das in enger Zusammenarbeit mit dem Montagscafé des Staatsschauspiels Dresden, dem Verein Dresdner Synagogalchor, der Stiftung PRPGND Fundacja Propaganda Warschau, dem C. Rockefeller Center for the Contemporary Arts Dresden, der CYNETART-Plattform sowie dem Netzwerk | Medien | Kunst Dresden realisiert wird. Die Umsetzung erfolgt durch art.revolution und Katrin Meingast.
»WALLS are Tumbling Down« wird gefördert durch den Musikfonds und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, sowie den Kultur- und Kunstministerien der Länder, sowie aus Mitteln der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz und der Stiftung Kunst und Musik für Dresden und dem Netzwerk Medienkunst Dresden (NMK).
