CYNETART-Plattform NMK


CYNETART ist Gründungsinitiator des Netzwerk | Medien | Kunst Dresden in 2016 und hat in diesem Zusammenhang folgenden Beiträge umgesetzt (Auswahl aus 2022):

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CYANOMETER Dresden - Martin Bricelj Baraga 



im Rahmen der Ausstellung »Magic Machines«

2.07. bis 12.09.2022
Ort: Schandauerstraße, Technische Sammlungen Dresden, Museum für Wissenschaft und Technik

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Das Cyanometer von Martin Bricelj Baraga ist ein Denkmal für die Blauheit des Himmels. Es ist inspiriert von dem ursprünglichen Cyanometer, das der Schweizer Physiker und Alpenforscher Horace-Bénédict de Saussure entwickelt hat. Sein Cyanometer - ein blauer Farbkreis - bildet den Kern des Denkmals und lenkt den Blick sanft zum Himmel zurück.

Das Cyanometer ist sowohl ein Denkmal als auch eine Open-Source-Software, die in regelmäßigen Abständen Bilder des Himmels sammelt. Die Software lädt die Bilder des Himmels auf die Website hoch, wo sie den passenden Blauton mittels des Saussure'schen Farbkreis ermittelt.

Zusammen mit den Daten zur Luftqualität aus Genf, Wrocław, Ljubljana und Dresden, bildet die Cyanometer-Website ein Online-Archiv und einen Kalender der besonderen Art, der die Veränderungen unserer unmittelbaren Umgebung einsehbar macht.

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In einer wolkenbasierten Welt sind die einzigen Wolken, die wirklich von Bedeutung sind, diejenigen, die wir am Himmel sehen.

cyanometer.net

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Das Cyanometer des Künstlers Martin Bricelj Baraga wurde präsentiert von der CYNETART und realisiert von SKICA BERLIN – Slowenisches Kulturzentrum Berlin, in Zusammenarbeit mit MoTA – Museum of Transitory Art, Netzwerk | Medien | Kunst sowie den Technischen Sammlungen Dresden und wird umgesetzt mit Mitteln der Botschaft der Republik Slowenien Berlin und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.

 

Dank an das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie / Sächsische Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft.

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02.07.2022, Eröffnung zur Museumsnacht Dresden

Mit einem Künstlergespräch zwischen Martin Bricelj Baraga und Agnieszka Kubicka-Dzieduszycka von der Eugeniusz-Geppert-Akademie für Kunst und Design in Wrocław.

 

 

Dnipro Center for Contemporary Culture & Kultura Medialna Dnipro in Exile« – Kulturmanager*innen in Residency Programm,



gehosted von den Partnerorganisationen des Netzwerk | Medien | Kunst Dresden - CYNETART & C. Rockefeller Center for the Arts Dresden

[ April bis September 2022 ]

Im Vordergrund stand das Ermöglichen der weiteren kulturellen Arbeit der freien Mitarbeiter:innen und Künstler:innenkreise des Dnipro Center for Contemporary Culture (DCCC) und der Organisation Kultura Medialna in Dnipro (Ukraine). Das DCCC agierte ab Februar 2022 in Teilen im Exil und organisierte mit Partnerorganisationen in Europa einzelne Hilfsprogramme für die Unterstützung ukrainischer Künstler:innen und Kulturschaffender. Das Netzwerk | Medien | Kunst mit seinen Partnerorganisationen agierte zusammen mit anderen Knotenpunkten in Europa, um das Team bei ihrer weiteren Arbeit zu unterstützen.



МУЗИКА СКІНЧИЛАСЯ | MUSIC IS OVER



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13. August 2022, objekt klein a

Diskussion:

Musik in Zeiten des Krieges. Wie sich die ukrainische Musikszene seit der russischen Invasion in der Ukraine verändert hat. Музика в умовах війни: як змінилася українська музична сцена після повномасштабного російського вторгнення

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Teilnehmende:

Olesia Onykiienko (NFNR) – Ukrainische Musikerin, Theater- und Filmkomponistin, Kuratorin der experimentellen Plattform für Frauen und nicht-binäre Menschen in der Ukraine `Womens Sound`

Lesik Omodada – Inhaber des Musikstudios Shpytal Records. Mitglied des Fonds »Musicians Defend Ukraine«
Moderation: Masha Yarchuk

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Musikprogramm:

Ponura, Ostblock133, human margareeta, NFNR, Poly Chain, Koloah
МУЗИКА СКІНЧИЛАСЯ | MUSIC IS OVER wurde veranstaltet von Kultura Medialna Dnipro in Kooperation mit dem objekt klein a und dem Netzwerk | Medien | Kunst und ist finanziert mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm NEUSTART KULTUR der Initiative Musik und gefördert durch den Kulturfonds Ukraine – Sachsen der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen mit Steuermitteln auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.



BodyNet-Khorós – Choral Arts and Embodied Media for Social Plurality and Planetary Health


(2022)

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Wir stehen in Europa vor großen Herausforderungen in Bezug auf die ökologische Transformation und die menschliche Integration und fragen uns, wie wir künstlerische Methoden und Praktiken der digitalen Kultur nutzen können, um europäische Werte zu vermitteln.

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BODYNET-KHORÓS ist ein transdisziplinäres Projekt für digitale und physische künstlerische Praktiken, die sich mit der Bedeutung unserer sich bewegenden Körper befassen, im Gegensatz zu den aktuellen Medien, die dazu neigen, ein enges Spektrum an verkörperter und multisensorischer Interaktion zu erzeugen. Wir sind der Ansicht, dass die Wiedererlangung einer reicheren Körperlichkeit und Sensibilität wesentlich für die Gestaltung einer nachhaltigen und pluralen Lebensweise und die Wiederherstellung der Gesundheit des Planeten im Anthropozän ist. Diese Idee wird in Form von ortsspezifischen öffentlichen Veranstaltungen mit Laborcharakter umgesetzt. Der Kernaspekt des Ansatzes liegt in choralen Praktiken, kollektiven Ko-Kreationsprozessen von Körpern, die sich im offenen Raum bewegen, basierend auf neuartigen Improvisationstechniken. Diese Themen werden nicht nur in den Inhalten der einzelnen Projekte angesprochen, sondern auch im gesamten Produktionsprozess. Es geht uns ausdrücklich um die Anwendung aktivistisch orientierter soziokultureller Kunstpraktiken und um die Schaffung nicht-hierarchischer kollektiver Wissensräume im Gegensatz zur Produktion neuer Kunstprodukte.

BODYNET-KHORÓS ist als Projekt zur Förderung der künstlerischen Forschung in der Partnerkonstellation aus Reverso, K.Dance und TMA Hellerau angelegt. Im Vordergrund stehen die Entwicklung von anwendungsbezogenen spezifischen DIY-Technologien und praktisch soziokulturell orientierten Formaten.

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Einwohnerinnen der Gemeinde Zorita de la Frontera im Selbsttest, Casa de la Libertad / Reverso Centre, August 2022




dgtl fmnsm interFACE – pleasure center



Eine Produktion des dgtl fmnsm-Kollektivs im Rahmen des Netzwerk | Medien | Kunst Dresden für das Spy on Me Festival #4 sowie der Hybrid Biennale 2022.

[ digitalfeminism.net ]

Das »digital pleasure center« ist eine vom Kollektiv dgtl fmnsm entworfene performative Installation.

Im »digital pleasure center« kann das Publikum interaktiv angelegte Treatments erleben, die Tech spekulativ einsetzen. Macht das Publikum nichts, passiert auch nichts im Center. Grundlage des “digital pleasure center” ist die Annahme, dass zwischen Mensch und Technologie eine angenehme Schnittstelle besteht bzw. bestehen kann, ein Interface, das gestaltet, bespielt und ausprobiert werden muss. Bei aller Kritik an Digitalisierung, Monopolisierung und Technologisierung des Alltags plädiert dgtl fmnsm für die Erforschung des emanzipatorischen Potentials von Tech – durch deren Neudenken, Hacking und Queering. Die Digital Pleasure, die durch diesen Umgang des Publikums mit der Technologie erzeugt wird, wird in ein “Pleasure-Meter” eingespeist, das im Raum für alle sichtbar ist. Wenn es ein bestimmtes Level erreicht, werden “Pleasure Rituals" (Performances) getriggert. Das Publikum interagiert vom Login- bis zum Logout-Prozess ausschließlich mit Tech und wird von einem Telegram-Chatbot durch das Center navigiert. Im Zentrum steht die individuelle Erfahrung der einzelnen Besucher*innen, das spielerische Ausprobieren von diversen Technologien und die persönliche Reflektion über Machtdynamiken zwischen Menschen und diesen.

Beteiligt an der Konzeption des Centers ist ein interdisziplinäres Team aus Multimedia-Künstler*innen, Designer*innen, Performer*innen und Kurator*innen. dgtl fmnsm erforscht seit 2015 die Schnittstelle von Performance, Technologien und partizipativen Praxen im Theater.

Gefördert durch:
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz


Partnerorganisationen:
HAU – Hebbel am Ufer Berlin Theater [ 22. bis 24.09.2022 ]
HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden [ 20. und 21.10.2022 ]
friends of DresdenContemporaryArts e.V.
dgtl fmnsm Kollektiv
depart.one




CYNETART choros – cybernetic garden – 27. bis 30.10.2022


online: A MAZE. / SPACE
access via: [ https://choros.cynetart.org ]

und

Büro für Gute Maßnahmen (BfGM), Dresden

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CYNETART ist eine Plattform für künstlerische Forschung und nomadisches Denken für und in medialen Umgebungen. In verschieden Partner- und Projektkonstellationen widmet sich CYNETART aus der Perspektive des aktiven, sich bewegenden Körpers heraus, den Erfahrungen von Unbeständigkeit und temporären Räumen in unseren unmittelbaren Umgebungen sowie deren kollektiven Erlebens.

[ https://www.cynetart.org/2022 ]

Um analoge wie digitale Vermittlungsangebote zu verbinden, strebt unser Projekt hybride Zugänge zu heterogenen, künstlerischen Produktionen des CYNETART platform collective an, die sich im Kern mit medialen Übersetzungen beschäftigen. Die künstlerischen Auseinandersetzung mit (digitalen) Selbst- und Weltbildern sollen im cybernetic garden durch »chorale« Praktiken zusammenwachsen und gepflegt (kultiviert) werden. Der Titel chorus verweist auf das Gemeinschaftliche in choralen Praktiken: kollektives Generieren, Gestalten, Erfahren. Dezentrale Venues ermöglichen öffentliche Teilhabe über einen längeren Zeitraum und durch vielfältige Formen der Interaktion mit dem Publikum. Dazu zählen Aktivitäten wie Hackathons, Live Coding Events, Performances und Workshops sowie digitale Interaktionen in Virtual Reality (VR), mit denen wir ein Community-Building anstreben. Für uns als CYNETART platform collective bedeutet der Begriff »cybernetic garden« Sammlung, Speicherung und Übersetzung von persönlichen wie umweltlichen Daten.

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CYNETART choros Wochenende in Stadt Wehlen, Torhaus Wehlen – 48hrs process CYNETART choros

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Photogrammetry des 48hrs process Raumes im Torhaus Wehlen – Grundlage für die VR Umgebung CYNETART choros cybernetic garden

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Nkhensani Mkhari x Katharina Groß x Lisa Maria Baier at BIAS. Contemporary FLINTA* Projekte in Dresden

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»atlas of rhythm« Alba T. Álvarez & Katharina Groß

Dabei überlagern sich das Virtuelle und Physische durch (Re-)animation der Daten und lassen die Grenzen zwischen Fiktiven und Aktuellen zerfließen. Die audiovisuelle, ästhetische Gestaltung dieses Konnex findet seine Rahmung als »Garten« im Medium der VR.

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»magandzelo« Nkhensani Mhakari

Künstlerisch Beteiligte:

Katharina Groß, Charles Washington, Minh duc Nguyen, Nkhensani Mkhari, Alesya Yakubouskaya, Aloïs Yang, Lisa Hoffman, Alba T Álvarez, Stephan Thiel, Anne Lippert, Christoph Groß, Artem Dyadichkin, Vitali Drazdovich, Anakhemia, Bubblegum Club, DB Amorin, …

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CYNETART choros ist eine Veranstaltung der Trans-Media-Akademie Hellerau e.V. in Kooperation mit der Plattform A MAZE. Sowie dem Netzwerk Medien Kunst Dresden und wird entwickelt im Rahmen von »dive in. Programm für digitale Interaktionen« der Kulturstiftung des Bundes.

Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Programm NEUSTART KULTUR sowie durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.



Kiraṇ Kumār
»Six Uneasy Fragments (exactly) about the natural and spiritual«
für die Forplay Society in Kochi/Indien



[ 11.-18.02.2023 ]

Alan Turing (1912-1954), geboren in England als Sohn von Eltern, die im britisch verwalteten Indien lebten, schrieb im Alter von zwanzig Jahren eine sechsseitige Meditation mit dem Titel "Nature of Spirit". Das Turing-Archiv, welcehs als eine seiner "nicht-wissenschaftlichen" Schriften archiviert ist, enthält auch 72 ungeordnete Seiten, die unter einem Vermerk abgelegt sind: "Es wird schwierig, an manchen Stellen unmöglich sein, genau zu wissen, worum es sich bei den Fragmenten (genau) handelt". Diese 6 und 72 Seiten am Rande seiner mathematischen Arbeit werden zu einer neugierigen und kritischen Oberfläche, auf der eine (andere) Geschichte (wieder) eingeschrieben werden kann. Ein Stück (spekulative historische) Fiktion für einen Pionier der (theoretischen Computer-)Wissenschaft. Träume in digitalen Palimpsesten aus ethnografischen, archivarischen und choreografischen Schichten erzählen von Alans ersten zwanzig Jahren im kolonialen Indien und Indonesien. In einer provokativen (Um-)Gestaltung seines mathematischen Verstandes durch vormoderne tāntrik-Praktiken des Zeichnens und Tanzens bietet das Werk eine fragmentierte Spekulation über die dekolonialen Implikationen der nicht-dualen tāntrik-Kunst-Wissenschaft auf unseren gegenwärtigen Zustand der binären Digitalität. Diese Arbeit ist der vorletzte Teil einer langfristigen künstlerischen Forschung "Epistolary Ancestries", einer Untersuchung einer persönlichen Abstammung der Praxis, die durch einen Korpus offener Briefe an bereits verstorbene Personen reflektiert wird.

Zeichnungen, Text & Video: Kiraṇ Kumār

Programming & digitale Visualisierung: Matthias Härtig

Sound: Ulf Langheinrich (electronic score),

Subashree Parathasarathy (Stimme), Bnaya Halperin-Kaddari und Vedanth Bharadwaj

(Audio Engineering), Musiker*innen des Istana Mangkunegaran (Carabelan), Vögel in ganz Indien und Indonesien

Diagramme: Alan Mathison Turing, anonyme tāntrik Praktiker

Songs: 'paiṅkuval̤aik kārmalarāl' ( Tiruvempāvai von Māṇikkavācakar )

'pākhi kokhon jāni ude jāy' von Lālon Fakīr Shah

Unterstützt durch: Archive und Bibliotheken des King's College Cambridge, Perpustakaan Rekso Pustoko Mangkunegaran (Archiv), Akademi Seni Mangkunegaran Surakarta, CYNETART platform & Trans-Media-Akademie Hellerau, Singapore Biennale, Shedhalle Zürich, Akademie Schloss Solitude, Akademie für Theatre und Digitalität, Robert Bosch Stiftung & Literarisches Colloquium Berlin, Centre For the Arts & Centre for Quantum Technologies at National University of Singapore.

[ https://archipelagoarchives.com/8-Six-uneasy-fragments ]




New Cross-National Temporality Project (NCNTP)



Das New Cross-National Temporality Project (NCNTP), das von Juni 2022 bis Mai 2025 in ganz Europa stattfinden wird, baut auf dem Erfolg der beiden vorangegangenen Projekte auf, die von der Architekturbiennale Tiflis (TAB) in den Jahren 2018 und 2020 initiiert und durchgeführt wurden. Diese Projekte konzentrierten sich auf zwei Hauptthemen - "Buildings Are Not Enough" und "What Do We Have In Common" – und wurden durch transnationale Zusammenarbeit realisiert.

Das New Cross-National Temporality Projekt bringt Organisationen aus den Ländern Albanien, Georgien, Deutschland, Montenegro, Portugal, Ukraine und Spanien zusammen und soll als Plattform für den Austausch von Wissen und Ideen zwischen Architekten, Urbanisten, Künstlern, Forschern und anderen interessierten Personen und Organisationen aus verschiedenen Teilen der Welt dienen.

Thematisch wird sich das Projekt rund um den Begriff der "Zeitlichkeit" entwickeln, der ein massives Thema in Bezug auf Urbanismus und Architektur ist und vor dem Hintergrund der anhaltenden Krise des öffentlichen Gesundheitswesens, die unser Verständnis davon, wie wir städtische Räume nutzen, erheblich beeinflusst hat, noch mehr an Bedeutung gewonnen hat.

Beiträge der TMA Hellerau

[ https://ncntp.cynetart.org ]

 

Tbilissi Architecture Biennale 2022 (TAB 2022) – NCNTP

Kuration und Betreuung der digitalen Projekte der Architektur Biennale

Die neue thematische Forschung für die dritte Ausgabe der Architekturbiennale Tiflis 2022 konzentriert sich auf das Konzept der Zeitlichkeit im städtischen und sozialen Leben. Das Konzept basiert auf drei Hauptkategorien: parallele Erforschung von Zeit, Raum und gebauter Umwelt.

Daten der Biennale: 8. bis 29. Oktober 2022

[ http://biennial.ge ]

Das digitale Programm des TAB 2022 konzentrierte sich in 2022 auf Architekturen, die von einer bereits vergangenen Epoche und ihren Zukunftsvisionen erzählen und durch digitale Medien zugänglich gemacht werden. Die individuelle Vorstellungskraft als Moment der Möglichkeit zur Partizipation und Mitgestaltung, aber auch konkrete Architekturen wie das Kartli Sanatorium aus Tiflis oder das Parus Hotel in Dnipro.

Alle drei Projekte, die für das digitale Kunstprogramm des TAB ausgewählt wurden, verbergen gebrochene persönliche Geschichten im Kontext einer Reflexion über die Gegenwart, sowohl im topografischen Tiflis als auch über die Auswirkungen von Krieg, Vertreibung, Migration, Verlust und Hoffnung in den sich überschneidenden Erfahrungen der Zeitlichkeit der Architekturen: Vergangenheit (Parus), Gegenwart (Kartli) und Zukunft (Dream Together). Alle digitalen Projekte werden auf den Online-Plattformen auf der Website ncntp.cynetart.org präsentiert.

Die Präsentationen der digitalen Projekte haben während der Eröffnung der TAB in den Räumlichkeiten des Sanatoriums Kartli in Form einer Installation stattgefunden. Die Besucher:innen konnten während der Eröffnung der TAB am 8. Oktober ihre Überlegungen, Wünsche und Gedanken im Rahmen des Projekts »dream together« äußern, welches die Menschen in den Prozess der Entwicklung einer möglichen Zukunft in Tiflis einbezieht und mit Hilfe von Werkzeugen der künstlichen Intelligenz einen partizipativen Rahmen schafft.

Im Rahmen des Digital Solitude Assembly wurde alle drei Projekte zusammen mit den Beiträgen aus dem südkaukasischen Raum seitens der Protagonist:innen vorgestellt.


Digital Solitude Assembly Tbilisi (NCNTP)

[ 21. bis 24.10.2022 ]

Die »Assembly« hat im Rahmen der Tbilisi Architecture Biennale 2022 stattgefunden, die sich mit post-sowjetischen »Zeitlichkeiten« rund um die Themen prekäre Lebensräume, Verknappung von Ressourcen, politische Instabilität, Kriege und erschwerte Einkommensmöglichkeiten beschäftigt. Die Assembly reagiert auf die Themen der Tbilisi Architecture Biennale, indem sie Projekte präsentiert, die sich auf die Möglichkeiten digital »gebauter« Umgebungen und ihrer Zeitlichkeit beziehen. Wo stehen wir als Gemeinschaft in einer Zeit des Übergangs sowohl der politischen als auch der digitalen Systeme? Welche Rolle spielen digitale Technologien bei der Konstruktion neuer Utopien, um diese instabilen Muster und Räume zu überwinden, zu hacken, oder konstruktiv mit ihnen zu arbeiten?

21.10.2022 - Eröffnung Ausstellung in der Untitled Gallery Tiflis

Diskussionen, Gespräche, Präsentationen und gemeinsame Arbeitstreffen, mit Beiträgen von Kateryna Rusetska, fantastic little splash (Oleksandr Hants & Lera Malchenko), Daniil Galkin, Salina Abaza, Maria Espinoza and Shirley Chen, pantarheicollaborative, Vusala Hajiyeva, Ksenia Nam, Theodolous Polyviou mit Jazmina Figueroa, Giorgi Rodionov, Juan Pablo García Sossa, Denise Helene Sumi, und Tatev Tsokolakyan und Diana Sardaryan) im Goethe-Institut Georgien

Eine Kooperation zwischen dem Programm Digital Solitude, der CYNETART Plattform und der Untitled Gallery Tbilisi.

Das Projekt wird durch das Goethe-Institut Georgien und der TMA Hellerau unterstützt. Die Assembly wurde kofinanziert von der Akademie Schloss Solitude und dem Programm KREATIVES EUROPA der Europäischen Union im Rahmen des New Cross-National Temporality Project (NCNTP).

[ Anna Adams + Franziska Goralski x Giorgi Kikoria + Ksenia Nam, Untitled Gallery Tiflis ]



Queer Deities in Migration

[ queerdeitiesinmigration.net ]


Layers of Identity



Das Thema dieser techno-aisthetischen Forschung ist die individuelle, persönliche und kollektive Identitätsbildung durch die kulturelle Praxis der Selbstvermessung in unserer heutigen sensorischen Umwelt.

Mit dem Aufkommen der empirischen Wissenschaften und einer Reihe technischer Messinstrumente in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts etablierten sich Methoden der Selbstvermessung, die der genauen und umfangreichen Erfassung des Selbst beitrugen. Dem Ideal der Optimierung folgend, gestaltet sich seither eine soziale Realität, an welche die Praxis des Biofeedback knüpft.

Auf den Begriff des Quantified Self gebracht, verbindet sich in dessen Black Box mathematisches Kalkül mit zweckrationalen Denken auf eine unheimliche Weise. Die Quantifizierung des eigenen Lebens soll sich als eine Expedition in noch unerschlossene Gebiete des Ichs erweisen.

Jedoch nehmen wir an, dass die Selbstvermessung des Ichs im Bereich des Messbaren, Analytischen und Zerlegbaren verharrt, obgleich sie unsere innersten Gefühle berührt und Identitätsbildend wirkt.

Öffentliche Termine:

15.6.24, Kreativ.Raum.Börse Dresden - Wilsdruffer Straße 16, Dresden

Fotogalerie [ Hier anzusehen ]

credits:

Audiovisuelle Datengenerierung: Katharina Groß

Text und Tanz: Victoria Henneberg

Grafik-Design: Evelyn Siegmund

Kostümdesign: Wiete Sommer

Hardware-Entwicklung: Marcus Degenkolbe

»Layers of Identity« von Katharina Groß, Evelyn Siegmund und Victoria Henneberg ist eine Produktion der TMA Hellerau in Kooperation mit HANSE3 und wird finanziert aus Projektmitteln des Amtes für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden sowie öffentlich präsentiert im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Fensterblicke« der 4roomsCompany.


Walls Are Tumbling Down



eine Kantate als musikalischer Protest

»Wir sind Menschen, von denen viele glauben, dass wir nicht miteinander auskommen können. Doch gerade unsere Unterschiede machen uns stärker – wir musizieren gemeinsam, feiern diese Vielfalt und finden in ihr eine tiefe Freundschaft.«  I. Quraishi

Temporäres Ensemble

Seit Juni 2024 arbeiteten Martins und Quraishi nicht nur daran, ein temporäres Ensemble aus über 20 Musiker*innen zusammenzustellen, sondern sie haben auch in einem partizipativen Prozess die Kantate komponiert. Dieses Ensemble besteht mehrheitlich aus in Dresden lebenden Künstler*innen. Jüdische, muslimische, arabische, afrodeutsche und sächsische Stimmen vereinen sich mit Erzählungen in Hebräisch, Arabisch, Jiddisch und Deutsch. Dieses einzigartige Werk setzt ein klares Zeichen gegen Antisemitismus, Islamophobie und Rassismus.

Die Proben fanden an symbolträchtigen Orten statt, die die Herausforderungen marginalisierter Gruppen in Deutschland widerspiegeln. Die Generalprobe wird im Rahmen des Montagscafés des Staatsschauspiels Dresden präsentiert – einem transkulturellen Treffpunkt, der Migration und Kultur als lebendige Prozesse erlebbar macht. Hier wird die Kantate zum Dialog über gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur Feier dessen, was uns verbindet.

Komposition: Ibrahim Quraishi (/KE/US/FR/DE) / Eunice Martins (DE/BE/PT)
Konzeptentwicklung: Gabriel Smeets (NL)
Arrangeurin: Hiroyo Masumura (JP/AT)
Dirigentin: Sara Isabel Grajales Tamayo (CO/AT)
Raumgestaltung : Luka Murovec (DE/SI)
Interaktive Klangarchitekten: Steffen Armbruster, Uli Dziallas, USOMO.de
Video/Redaktion/Kamera: Andreas Ullrich (DE), Rubén González Escudero (ES/DE)
Video-Installation: Ibrahim Quraishi

Musiker*innen/Ensemble:

Yara Abou Fakher (SY/DE) - Violin, Diana Bikbaev (UA) - Viola, Danielle Akta (IL/DE) - Cello, Katrin Meingast (DE) - Violoncello, Avery Gosfield (US/IT) - Shofar, Flöte, Isabell Warm (DE) - Flöte, Elisabeth Becker (DE) - Oboe, Eduardo Mota (BR/DE) - Percussion, Georg Wieland Wagner (DE) - Marimbaphon, Vibraphon, Samuel Dietze (DE) - Schlagzeug, Shimon Friedberg (IL) - Shofar, David Limburger (IL) - Shofar, Dorothea Wagner (DE) - Sopran, Leon Gauning (DE) - Bariton, Komi Togbonou (DE/TG)- Sprecher, Khalid Abubakar (SO/LU) - Sprecher, Synagogalchor der Jüdischen Gemeinde zu Dresden und dem Jugendkammerchor der Singakademie Dresden unter der Leitung von Michael Käppler (DE).



Öffentliche Generalprobe
Am 10. Februar 2025 wurde Dresden zum Zentrum eines besonderen künstlerischen Ereignisses: Eunice Martins und Ibrahim Quraishi setzen mit ihrer interkulturellen Kantate Walls Are Tumbling Down ein kraftvolles Zeichen gegen Ausgrenzung, Hass und Vorurteile. Inspiriert von der Geschichte des Falls von Jericho verschmelzen Schofar, Schlagwerk, Elektronik, Gesang und rebellische Klänge zu einer eindrucksvollen Botschaft – ein leidenschaftlicher Appell für Solidarität, Widerstand und Veränderung.
»WALLS are Tumbling Down« ist ein Projekt von Ibrahim Quraishi und Eunice Martins, das in enger Zusammenarbeit mit dem Montagscafé des Staatsschauspiels Dresden, dem Verein Dresdner Synagogalchor, der Stiftung PRPGND Fundacja Propaganda Warschau, dem C. Rockefeller Center for the Contemporary Arts Dresden, der CYNETART-Plattform sowie dem Netzwerk | Medien | Kunst Dresden realisiert wird.

»WALLS are Tumbling Down« wird gefördert durch den Musikfonds und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, sowie den Kultur- und Kunstministerien der Länder, sowie aus Mitteln der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz und der Stiftung Kunst und Musik für Dresden und dem Netzwerk Medienkunst Dresden (NMK).



Sonic Terrains 



24.08.2025, Kunstquartier Bethanien, Berlin

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Tsung-Yun Lai + Ya-Nung Huang    Sarvenaz Mostofey

Sonic Terrains, eine Fortführung des lang-jährigen kuratorischen Formats Sounds from Elsewhere des Lacking Sound Festival, erforscht, wie Klang zwischen Kultur und Raum vermittelt. Mit den Künstler*innen Tsung-Yun Lai & Ya-Nung Huang, Aluan Wang, Yen-Tzu Chang, Chun-Li Wang, Zavoloka und Sarvenaz Mostofey vereinen diese Performance Klanginstallationen, generative Audio-Visuals und Echtzeitberechnungen zu einem vielschichtigen Terrain aus Wahrnehmung und Erzählung. Hier wird Klang nicht mehr als passives Echo von geografischer Herkunft verstanden, sondern als dynamische Struktur, die sich über Daten, Bilder und sensorische Schwellen entfaltet. Sonic Terrains ist zugleich ein Klangexperiment und ein Ritual kultureller Übersetzung.

In einer Zeit zunehmend miteinander verflochtener globaler Klangnetzwerke belegt diese Performance die fließende Resonanz und die Handlungsfähigkeit zeitgenössischer Klangkunst. Diese ist kein peripheres Echo von Geografie oder Identität, sondern nimmt aktiv an einem gemeinsamen Feld schwingender Imagination teil.

Eine kooperative Veranstaltung des Lacking Sound Festival x CYNETART Platform (Netzwerk | Medien | Kunst Dresden), kuratiert von Isung-un lai (AFF]) und Thomas Dumke.




Transmedia Festivals

Audiosoziale Gemeinschaften zwischen künstlerischem Experiment und Ökonomisierung



Bianca Ludewig

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Dieses Buch illustriert und konzeptualisiert ein neues Festivalformat – die Transmedia Festivals. Diese haben sich seit den 2000er Jahren zunehmend in europäischen Großstädten etabliert und präsentieren Werke einer künstlerischen Avantgarde, die sowohl aus der Kunstmusik als auch aus Experimenten der Pop- und Clubkultur hervorgegangen sind, an einer Schnittstelle von Kunst, Musik und Technologie. Der vorliegende Band hebt die Faszination dieser hybriden Kunstformen hervor und analysiert eindrücklich die vielseitigen Herausforderungen und Anstrengungen ihrer Protagonist:innen in einem zunehmend ökonomisierten Kultursektor. Dadurch entsteht ein facettenreiches Portrait von Kunst- und Kulturarbeit und deren Verwobenheit in die Transformationsprozesse der Gegenwart.

[ Verlag Vandenhoeck Ruprecht ]

Bianca Ludewig (Dr. phil.) ist empirische Kulturwissenschaftlerin, Kulturarbeiterin, Musikjournalistin und DJ. Studium der Philosophie, Kulturanthropologie und Europäischen Ethnologie in Hamburg und Berlin, Promotion 2021 an der Universität Innsbruck in Europäischer Ethnologie. 2018 erschien ihr Buch „Utopie und Apokalypse in der Popmusik“. In ihrer Forschung analysiert sie Ambivalenzen des postmodernen Lebens – in Audiosozialen Gemeinschaften, Kunst und Kultur. Ihre Forschungsinteressen umfassen Club Kultur, Sound Studies, Festival Studies, Gender & Diversity, Digitalisierung, Arbeitsbedingungen in der Kulturindustrie oder die Ökonomisierung von Kunst und Kultur.

best reading with Blake Baxter »One more Time«