Sommerworkshop 2006


Bisherige Kooperationspartner: Palindrome Inter.media Perfomance Group NĂĽrnberg, Studio fĂĽr elektronische Musik an der Hochschule fĂĽr Musik Dresden, Ars Electronica Future Lab Linz, DEAF Organisation Rotterdam, WAAG Society Amsterdam, blueLAB Dresden, Fraunhofer-Institut fĂĽr Medienkommunikation Bonn, Institut fĂĽr Kommunikation und Gehirnforschung Stuttgart, T-Systems Multimedia Solutions GmbH, Infineon Technologies

Seit 1999 werden in Hellerau international besetzte, innovative Workshops zum Verhältnis zwischen Kunst und neuen Medien veranstaltet. Die TMA realisierte im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden 2002 den bislang umfänglichsten und folgenreichsten Workshop im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projektes "Realtime & Presence - Komposition virtueller Bild-Klang-Räume" mit 40 Künstlern, Ingenieuren und Wissenschaftlern aus 10 Ländern. Im Mittelpunkt der Hellerauer Sommer-Akademien stehen seit dem Jahr 2000 Transformationen von EEG gestützten Hirnstrommessungen in ästhetische Klang- und Bildprozesse sowie die Entwicklung interaktiver Bühnen und Environments auf der Basis des Camera-Motion-Sensing-Systems EyeCon.

Mittlerweile wurden in den von der TMA 2002, 2003 und 2004 veranstalteten Sommer-Akademien Performances, Installationen und Environments mit Teilnehmern aus Europa, Japan, Australien, Neuseeland und den USA entwickelt, die u.a. in Linz, Rotterdam, Lyon, Paris, Wroclaw, Salzburg und Strasbourg sowie in Kanada und Japan präsentiert wurden.

Von 2005 bis 2006 wird die Sommerakademie vor allem als interdisziplinäre (Weiter-)Bildungsveranstaltung für Komponisten, Choreografen, Tänzer, Musiker, Medienkünstler, Architekten, Psychologen, Ingenieure und Programmierer profiliert. Ab 2007 soll ein erster multidisziplinärer Studiengang zur künstlerischen und technischen Entwicklung virtueller Environments entstehen. An dem Projekt werden Institute der künstlerischen und technischen Hochschulen Dresdens beteiligt.

Auf der Basis der internationalen Kooperationsprojekte, des Festivals CYNETart sowie der interdisziplinären Sommerkurse haben sich in den letzten Jahren im Umfeld der TMA sowie des blueLAB Dresden personelle und technische Voraussetzungen für ein Labor zur Entwicklung, Erprobung sowie Anwendung von virtuellen Environments und Bühnen entwickelt. Mit der künstlerischen und technischen Herstellung sensibler interaktiver Räume werden neue Körper- und Sozialerfahrungen auch im Sinne der von Emile Jaques-Dalcroze einstmals erfundenen Rhythmik auf zeitgemßem Niveau ermöglicht. Das Labor wird nicht nur zur Entwicklung neuer Formen von interaktiver Kunst und des modernen Tanzes, sondern zur Erkundung von anderen Möglichkeiten eines körperbezogenen Lernens, Spielens und sozialen Interagierens einen Beitrag leisten.

Das Trans-Media-Labor bildet die Basis

  • fĂĽr multimediale Performance, Tanzproduktionen und Installationen

  • fĂĽr audio-visuelle, synästhetische Komposition und Programmierung

  • fĂĽr Workshops, Aus-/Weiterbildungskurse sowie fĂĽr artists in residence

  • fĂĽr den Aufbau eines interdisziplinären Studiengangs virtuelle Environments

  • fĂĽr das Netzwerkprojekt "Virtuelle Plätze der Weltkultur"

  • fĂĽr die Entwicklung von Camera-Motion-Sensing-Systems

  • fĂĽr die VerknĂĽpfung von Ă–ffentlichen und globalen Kommunikationsformen

  • fĂĽr Anwendungen im Alltag, in Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft sowie

  • fĂĽr ein interaktives "Museum Vision Hellerau"