DSaxony in UK


(2005)

Ein Projekt des Goethe-Instituts in Zusammenarbeit mit dem Freistaat Sachsen und der Kultur­stiftung des Freistaates Sachsen


Auf Einladung der Deutschen Botschaft und des Goethe-Instituts und gefördert durch den Frei­staat Sachsen und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen stellte der Freistaat sich im Laufe des Jahres 2005 mit etwa 50 verschiedenen Veranstaltungen und Projekten in London, Glasgow, Manchester, Birmingham, Coventry und anderen Städten unter dem Titel D SAXONY UK 2005 vor. Ziel war es, vor allem zukunftsorientierte Programme nach Großbritannien zu bringen und im Zusammenwirken mit britischen Partnern zu präsentieren.

Im Rahmen dieses Projektes präsentierte die Trans-Media-Akademie Hellerau im April und im Dezember 2005 sächsische Medienkunstprojekte in London und in Nottingham.

ICA London, April 2005


Ausgew√§hlte Performances in interaktiven R√§umen (elektronischen B√ľhnen) wurden Mitte April 2005 am renommierten Institute of Contemporary Arts London (ICA) pr√§sentiert. Im Mittel¬≠punkt standen international bedeutende Produktionen der TMA im Kontext bisher durchgef√ľhrter Workshops und Festivals. Die Projekte der TMA wurden von den britischen Partnern als eine beispielhafte interdisziplin√§re k√ľnstlerische Arbeit mit neuen Medien in Sachsen vor¬≠gestellt. Vivienne Gaskin, Direktorin f√ľr Performance und Digitale Medien des ICA, freute sich ganz besonders, "Gastgeberin f√ľr die in Dresden entwickelten Projekte zu sein". Beteiligt waren neben K√ľnstlern aus Dresden auch internationale G√§ste.

Bei dem Tanzst√ľck "K√∂rper-Sprache oder die Illusion vom T√∂ten" von Holger G. Herrmann befindet sich der im Raum pr√§sente K√∂rper zugleich in der virtuellen Umgebung eines einst¬≠mals gesprochenen, in unendlich kleine Teile zerlegten Satzes. Die T√§nzerin bewegt sich wie eine Lupe zwischen Lauten, W√∂rtern, Wortfetzen, Ger√§uschfragmenten ... und re-komponiert daraus die Sprache eines singenden K√∂rpers.

Anders bei der Tanzperformance "We only do what they are programmed for". Bei dieser Kooperation der K√ľnstlergruppen Senselabor und Depart befolgen die T√§nzerinnen ausschlie√ü¬≠lich Bewegungskommandos aus dem Computer. Sie tun nur, wof√ľr die Maschinen programmiert sind. Die f√ľr den Zuschauer nicht h√∂rbaren Kommandos haben so eine v√∂llig neue Form der Bewegung zur Folge. Die Live-Auff√ľhrung der audiovisuellen Arbeit "image-controlled sound-nanospheres" ist eine Koproduktion der in der TMA arbeitenden K√ľnstlergruppe DS-X.org und des Max-Planck-Insti√ā¬≠tuts f√ľr molekulare Zellbiologie und Genetik Dresden. Grundlage f√ľr die verfremdeten Projek¬≠tionen des St√ľckes sind Filmaufnahmen aus der Nanosph√§re biologischer Existenz. Eigentlich f√ľr die Forschung erstellt, steuern die bewegten Bilder nun Kl√§nge im Subbassbereich.

Radiator Festival for New Technology Art in Nottingham/GB, Dezember 2005


Auf der großen britischen Medienkunst-Biennale in Nottingham präsentierte die Trans-Media-Akademie Hellerau das Projekt "image-controlled sound-nanospheres" von DS-X.org als mehrtägige Installation. Vertreter der TMA beteiligten sich am Workshop Digital Cultures Lab mit weiteren maßgeblichen inter­nationalen Teilnehmern.

Mit dem Beitrag: "Dance & Technology developments in the context of Trans-Media-Akademie Hellerau annual workshops and laboratory" zum Radiator and Digital Cultures Symposium on Performance, Dance and Technology Art stellte die TMA ihre Arbeitsweise und ihre Produktio­nen auf dem Gebiet Tanz und Technologie vor.

Besucher

Die Präsentationen der TMA im Rahmen von D SAXONY UK in London und Nottingham wurden von 700 Besuchern aller Altergruppen gesehen, das Symposium in Nottingham wurde von Fachpublikum besucht.