Förderpreis der Kunstministerin

Die CYNETART-Jury w√§hlt aus den Projekteinreichungen zum CYNETART-Wettbewerb den F√∂rderpreistr√§ger. F√ľr den F√∂rderpreis der Kunstministerin in Frage kommen j√ľngere K√ľnstlerInnen mit Lebensmittelpunkt in Deutschland und ggf. auch deutsche, im Ausland lebende K√ľnstlerInnen. Die CYNETART-Jury vergab 2004 erstmalig den F√∂rderpreis der S√§chsischen Staatsministerin.

Bisherige GewinnerInnen des Förderpreises der Kunstministerin


2010: Verena Friedrich - Cellular Performance


physische Installation, modulares System, "Winzige, fast unsichtbare Haare bilden innerhalb von Glaszylindern elektrische Widerstände. Kein Haar gleicht in seinem elektrischen Widerstandswert dem anderen, unverwechselbar wie der genetische Code."
Infos zum Projekt | Verena Friedrich's HomeSite: heavythinking.org | Statement der Jury 2010

2008: Christoph Wachter & Mathias Jud - New Nations


New Nations erweitert das bestehende Internet um eine neue Dimension, die den Tibetern, Kurden, Tamilen, Uiguren, Sahrauis usw. eigene Internetdomains aufsetzt. Das Community-Projekt ermöglicht so eine neue Kultur des offenen, globalen Austauschs.

2006: Markus Kison - Touched Echo

vom 03. Oktober 2007 bis 31. Oktober 2008

Die Br√ľhlsche Terrasse auf der Dresdner Stadtmauer wird jedes Jahr von Millionen von Touristen besucht. An diesem historischen Ort in N√§he der Frauenkirche genie√üen Besucher die Aussicht √ľber die Elbe hinweg auf die andere H√§lfte Dresdens, genannt ¬ĽDresden Neustadt¬ę. Hier greift Markus Kison mit ¬Ľtouched echo¬ę ein, indem er eine Geschichte √ľber diesen Ort erz√§hlt. Die im ersten Moment stille und unsichtbare Intervention besteht darin, die Leute aus dem Jetzt in die Vergangenheit zu versetzen. In die Nacht des 13. Februar 1945. Die Nacht, in der die Dresdner Altstadt fast komplett durch einen Bombenangriff der Alliierten zerst√∂rt wurde. Die Touristen sollen sich, so sie dazu bereit sind, in eine sowohl geistig als k√∂rperlich kontemplative Haltung begeben. Es wird daf√ľr nur ein kleiner Hinweis gegeben, ein Icon auf dem Gel√§nder, das die Interaktion beschreibt. Dieses befolgend legt man die Ellenbogen auf das Gel√§nder und verschlie√üt die Ohren, der Blick ist auf die Altstadt gerichtet. In dieser Haltung er-
t√∂nt das Motorenger√§usch von B-25 Bombern, die √ľber den eigenen Kopf hinweg donnern. Daraufhin folgen Explosionen in der Ferne. Die Besucher bekommen eine leise Ahnung davon, wie es sich angef√ľhlt hat in jener Nacht, sie werden pl√∂tzlich in diese Situation zur√ľckversetzt. Es entsteht ein ber√ľhrbares Echo aus einer anderen Zeit und ein jeder Besucher, der sich so mit diesem furchtbaren Ereignis auseinandersetzt, wird gleichzeitig zum Denkmal hierf√ľr. Er selbst nimmt als Performer die Haltung der Leute ein, die sich vor dem Krach der Explosionen die Ohren verschlie√üen.

¬ĽTouched Echo¬ę wird realisiert durch den F√∂rderpreis der S√§chsischen Kunstministerin f√ľr Wissenschaft und Kunst, mit freundlicher Unterst√ľtzung der Trans-Media-Akademie Hellerau sowie der Schl√∂sser und G√§rten Dresden, Gesch√§ftsstelle Zwinger/Br√ľhlsche Terrasse.

Markus Kison: www.markuskison.de

2004: ¬© //////////fur//// ¬ĽOhrwurmFarm¬ę


Auf Grundlage des CYNETart Wettbewerbes 2004 hat die internationale Jury das K√ľnstlerkollektiv FUR f√ľr den F√∂rderpreis des S√§chsischen Staatsministers vorgeschlagen. FUR das sind Roman Kirschner, Tilmann Reiff und Volker Morawe, die sich selbst als Techniker-K√ľnstler-Kollektiv bezeichnen und dem Besucher mit ungew√∂hnlichen Konstruktionen aus Spiel-Logik, Medienkritik und Apparate-Parodie begegnen.

Mit ihrem Projekt ¬ĽOhrwurmFarm¬ę kommentieren FUR ein √§sthetisches Programm, das sich innerhalb des schwierigen Feldes von Manipulationstechnologien, politischer Kontrolle und aktuellen Einsichten in das emotional-kognitive Funktionieren der Menschen bewegt. Von den Qualit√§ten eines Ohrwurmes ausgehend, die nicht zuletzt subversiv eingesetzt werden, um Nachrichten unbewusst in unser Ged√§chtnis zu verankern, baute das Kollektiv einzelne Apparate wie zum Beispiel den Ohrwurmbeschleuniger oder eine halbautomatische Ohrwurmpistole zur Verbreitung von Ohrw√ľrmern oder auch Ohrwurm Angriff-Fahrzeuge, die sie im typischen TV-Marketing Verkaufsstil dem CYNETart Publikum pr√§sentierten.
Further informations: http://www.fursr.com/

The Earworm Farm Project http://www.fursr.com/docs/The_Earworm_Farm_Project.pdf

Photos of the presentation during CYNETart_05 http://www.fursr.com/furyoureyesonly/?show=CynetArt_Dresden

//////////fur//// art entertainment interfaces - blog: OhrwurmFarm ... http://blog.fursr.com/article/20/ohrwurmfarm-presentation-receives-slating-review

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